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KUNST ENTSTEHT AUS DEM NICHTS

Von Burcado Nowak

„Die Wahrnehmung der Realität ist eine Widerspiegelung des inneren Konzepts,“ sagte einmal ein weiser Mensch; ein anspruchsvoller Satz, der uns auf wesentliche Aspekte des Lebens aufmerksam macht.

Die Künstlerin Jana Hermann bewegt sich mit ihren Arbeiten auf einem ähnlichen Niveau, das wir erreichen können, wenn wir uns mit dem Wesentlichen, dem Essentiellen und dem Unsichtbaren in unserem Leben beschäftigen.

Die Ingolstädter Künstlerin wurde schon im kindlichen Alter von dem Professor, Maler und Grafiker Pavel Kotas (1938-2008) herausgefordert. Er ließ es nicht zu, dass ein Schüler irgendeinen Kunststil kopierte, sei es von einem großen Meister oder einer Idee, die andere Mitschüler hatten.

Geschah es, nahm der Lehrer die ,Kopie‘ in die Hand und zerriß das Bild; gewiß ein schmerzhafter Prozess, doch Jana Kylarova, so hieß das junge Mädchen damals, ahnte schon 1970 um die Dimension des Einzigartigen, des Besonderen, einer geistigen Sprache, die gefunden werden konnte, wenn sich die Künstlerin in einem Raum begibt, in dem das Unsichtbare auf uns wartet, in einer noch nicht geformten Gestalt, doch als essentieller Gehalt, der nur durch die eigene Wahrnehmung erfasst werden kann.

Es war ein Privileg, in der Tschechoslowakei eine Kunstschule besuchen zu dürfen, doch Frau Kylarová tat alles für ihre Kinder, und sie hatte die intuitive Gewißheit, dass genau diese Schule die Talente und Fähigkeiten ihrer Tochter unterstützen würde.

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Meerjungfrau | Radierung | 1979

Als Jana Kylarová siebzehn Jahre alt war, verblüffte sie die Menschen mit einer Kaltradierung mit dem Titel ‚Meerjungfrau‘, sowohl in der Komposition einzigartig als auch exzellent in der handwerklichen Ausführung, vielleicht auch Geschenk und Ergebnis der Ausbildung durch ihre Professorin, Grafikerin und Malerin Vladimira Stratilová (1928-2007), die sich durch ihre Arbeiten in Pastell, Linolschnitten und Ex Libris auszeichnete.

Ihre aktuellen Bilder basieren auf dem Credo einer anspruchsvollen Lehrerschaft, und zugleich sind sie Spiegel einer tiefgreifenden menschlichen Entwicklung, beginnend mit einer besonderen Zeit im Staatstheater in Olmütz, ihrer Mutterschaft als auch einer Erfahrung, die mit Nahtod verbunden ist. Ihre Einfühlsamkeit wird durch eine Wahrnehmung feinstofflicher Kräfte unterstützt, Aspekte des Lebens, die durch das Konzept der Heilenden Hände mithilfe einer aufwendigen Schulung, eines Reikiprozesses, gefördert wurden.

Alles, was wir im Leben sehen und anfassen können, sowie alles, was wir nicht sehen und nicht anfassen können, jedoch auf einer unsichtbaren Ebene vorhanden ist, gehört zu den Werken, die Jana Hermann Energiebilder nennt.